
Marcello Piacentini
Olivari Designers
Rome, 1881-1960
Als Sohn eines renommierten Architekten studierte Marcello Piacentini am Istituto Superiore di Belle Arti in Rom. Seine Karriere begann mit einem neorenaissancehaften Stil und dem Wettbewerbserfolg für die Neugestaltung des Zentrums von Bergamo (1907–1927). Nach einigen vom Wiener Jugendstil beeinflussten Werken – darunter das Cinema Corso in Rom (1915) – entwickelte er sich ab den 1920er-Jahren zum bedeutendsten Vertreter des monumentalen Baustils des faschistischen Regimes und übernahm zugleich zahlreiche bedeutende öffentliche und institutionelle Ämter.


Für den Justizpalast von Mailand entwarf Piacentini außerdem die Türdrücker Iustitia und Libertas, die dort bis heute verwendet werden. Sie gelten als zwei der ersten klassischen Modelle von Olivari.

— Libertas, Olivari, nicht mehr in Produktion

— Iustitia, Olivari, nicht mehr in Produktion

Zu seinen zahlreichen Bauwerken in den wichtigsten italienischen Städten zählen einige der bedeutendsten Beispiele seiner streng gegliederten, mitunter metaphysisch wirkenden Architektursprache. Hervorzuheben sind die Piazza della Vittoria in Brescia (1927–1932), der Justizpalast von Mailand (1932–1940), die Città Universitaria in Rom (1932) sowie das EUR-Viertel, das für die ursprünglich für 1942 geplante Weltausstellung in Rom konzipiert wurde.