
Gio Ponti
Olivari Designers
Milan 1891-1979
Gio Ponti begann seine berufliche Laufbahn gemeinsam mit Emilio Lancia und entwickelte zunächst einen eleganten Stil des Novecento. Mit dem Palazzo Montecatini in Mailand (1936) wandte er sich dem Rationalismus zu und führte erstmals in Italien zahlreiche technologische Innovationen ein. In den 1950er-Jahren entwickelte er eine freie und persönliche Formensprache, die den rechten Winkel ablehnte und stattdessen expressive Farb- und Lichteffekte suchte, wie sie beispielhaft in der Villa Planchart in Caracas (1954) zum Ausdruck kommen.


Von 1936 bis 1961 lehrte Gio Ponti am Politecnico di Milano, an dem er bereits 1920 seinen Abschluss gemacht hatte. 1928 gründete er die Zeitschrift Domus, mit der er die internationale Designkultur in Italien maßgeblich förderte.

— Stuhl Leggera Cassina, Meda, 1954
Von Beginn seiner Laufbahn an widmete sich Gio Ponti dem Industriedesign – zunächst als Art Director von Richard-Ginori, später mit einem außerordentlich vielfältigen Werk, das Möbel, Leuchten, Sanitärkeramik, Textilien und Keramiken umfasst.

— Grattacielo Pirelli, Milano 1958

— San Francesco al Fopponino, Milano 1964 (courtesy OSC)